Lofoten - Norwegen
Abenteuerklettern auf den
magischen Inseln

Gebirgsgruppe:
Lofoten / Kaledonisches Gebirge


Die Inselgruppe der Lofoten, ein Gebirge im Meer
 

Charakteristik:
Die Inselgruppe der Lofoten (zu deutsch Luchspfote) liegt etwa 100 bis 300 km nördlich des Polarkreises im Atlantik vor Norwegen, getrennt vom Festland durch den Vestfjord. Vor allem die Hauptinsel Austv
ågøy mit dem Kletterzentrum in Henningsvær oder dem Treffpunkt für Kletterer in Kalle bietet eine Vielzahl von Routen in allen Schwierigkeitsgraden. Hierbei ist von kurzen, leichten und gut sicherbaren Routen bis zu langen, schwierigen, moralisch anspruchsvollen Routen mit schlechten Sicherungsmöglichkeiten alles vorhanden. Nur Bohrhaken oder auch Normalhaken wird man im Normalfall nicht finden, der Einsatz dieser Art der Absicherung ist auf den Lofoten unerwünscht. Ein ordentliches Sortiment an mobilen Sicherungsmitteln (Friends, Klemmkeile, Hexcentrics & Schlingen) sollte also im Gepäck sein und den Umgang damit sollte man auch schon vorher sicher im Griff haben.
Die Inseln selbst bieten herrliche Kletterei im feinen Granit der bis über 1100m Höhe direkt aus dem Meer aufragenden Berge. Die Umgebung mit den meist kleinen Ortschaften ist sehr reizvoll und lädt nach dem Klettern zu kleinen Entdeckungsfahrten ein. Wer einen Klettertrip auf die Lofoten plant, sollte dies unbedingt während der Zeit der Mitternachtssonne tun, zwischen 29. Mai und 15. Juli geht hier die Sonne nicht unter, d. h. 24 Stunden Kletterzeit pro Tag. Voraussetzung ist natürlich entsprechendes Wetter, obwohl die Inselgruppe durch den Golfstrom klimatisch etwas begünstig wird, sollte man zusätzlich neben kurzen Hosen und T-Shirts auch im Sommer warme und regendichte Kleidung einpacken. An regnerischen, windigen Tagen kann es empfindlich abkühlen während Sonnentage angenehme Wärme spenden können.
Das Kletterzentrum auf den Lofoten ist zweifellos das Klettercafe in
Henningsvær (Klatrekafféen) mit dem angeschlossenem Kletterladen, Pension und Kletterschlule.

Anreise:
Die Anreise mit dem eigenen Fahrzeug auf die Lofoten ist ein ziemlicher "Ritt" und erfordert viel verfügbare Zeit (z. B. Graz -
Henningsvær ca. 3300 km). Empfehlenswerter ist da schon die Anreise per Flugzeug.


Klettern rund um
Henningsvær

Führerliteratur:
Climbing in the Magic Islands vom Amerikaner Ed Webster (in engl. Sprache); beschreibt neben allen bekannten Klettermöglichkeiten auch Tageswanderungen und bringt die Geschichte der Bergsteigerei auf den Lofoten auf spannende Weise näher, auch sonst finden sich viele interessante Informationen. Erhältlich in im Kletterkcafe in Henningsvær: http://www.nordnorskklatreskole.no

Zustieg:
Je nach Route, zwischen wenigen Schritten und einer Kleinexpedition

Absicherung:
Bohrhaken oder Normalhaken finden sich nur äußerst selten, die Absicherung erfolgt zu 99% mit mobilen Sicherungsmitteln, unbedingt Friends, Klemmkeile & Hexcentrics mitbringen. Ein 50m Doppelseil ist empfehlenswert
Abstieg:
Je nach Route Abseilen oder Fußabstieg
Einrichtung von Toperopes ohne Vorstieg möglich:
nein
Kinderfreundliche Routen:
keine besondere Eignung
Besucherfrequenz:
im Hochsommer finden sich viele Kletterer ein aber nur einige "Klassiker" werden wirklich stark frequentiert
Unterkunft:
Zahlreiche Zeltmöglichkeiten, einige Campingplätze, mietbare Fischerhütten, Pensionen & Hotels


Das Fischerdorf Henningsvær

Tipps:
Gut zum Einklettern ist das kleine feine Boulder & Klettergebiet Paradiset an der Küste bei Kalle geeignet. Kurze Routen mit unkompliziertem Abstieg in herrlicher Umgebung prägen dieses Gebiet. Vorgegebene Routen gibt es hier nur wenige, man klettert einfach die Linien die einem gefallen und die man sich zutraut.

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