Ziel:
Kleine Gamswiesenspitze 2454m
Nordostkante

Gebirgsgruppe:
Lienzer Dolomiten


An der Nordostkante der Kleinen Gamswiesenspitze

Charakteristik:
Die Kletterroute über die Nordostkante der Kl. Gamswiesenspitze bietet tolle Kletterei in festem, griffigem Fels (nur im Mittelteil führt die Route kurz über schuttbeladenes aber leichtes Gelände). Die ursprüngliche Absicherung der Route wurde von der Alpingendarmerie mit einigen Bühlerhaken verbessert, die Mitnahme von mobilen Sicherungsmitteln ist nicht mehr unbedingt notwendig (die Route ist aber nicht "übernagelt"!).
Zu beachten ist unbedingt, dass die Nordostkante zu den beliebtesten Kletterrouten in den Lienzer Dolomiten zählt und an schönen Wochenenden dementsprechend gern besucht wird (Tipp: Nächtigung auf der Karlsbader Hütte und früher Aufbruch oder bei stabiler Wetterlage erst mittags einsteigen)

Dauer:
Zustieg:     1,5 Std. vom Parkplatz Dolomitenhütte oder
                 0,5 Std. von der Karlsbaderhütte  
Aufstieg:    2 - 2,5 Std.
Abstieg:     2 Std. zur Dolomitenhütte
Höhendiff.:  840 Hm (ab Dolomitenhütte)

Schwierigkeit:
4 (eine Stelle), sonst 3/3+
Steinschlaghelm u. Kletterausrüstung (6 Expreßschlingen u. 2 Bandschlingen), Einfachseil
Talort:
Tristach (672m)
Stützpunkte:
Karlsbader Hütte (2260), von Tristach über die mautpflichtige Dolomitenstraße zur Dolomitenhütte (Parkplatz) und über den Hüttenzufahrtsweg in rund  2 Std. zur Karlsbader Hütte 
Ausgangspunkt:
Parkplatz wenig unterhalb der Dolomitenhütte (Zufahrt über die mautpflichtige Dolomitenstraße von Tristach)


Die kleine Gamswiesenspitze vom Zustieg aus gesehen
In blau der Zustieg, in rot die Nordostkante und in orange die Gamsplatte (KT = Kerschbaumer Törl)

Tourenverlauf:
Zustieg von der Dolomitenhütte: Vom Parkplatz am Ende der Dolomitenstraße in wenigen Minuten zur Dolomitenhütte und weiter auf dem markierten Weg in Richtung Karlsbaderhütte. Nach etwa einer Stunde Gehzeit erreicht man einen markanten Felsblock (ca. 2060m) mit "Marcher"-Gedenktafel und Unterstand (hier ist auch die Karlsbader Hütte erstmals sichtbar. Hier rechts, in südwestlicher Richtung vom Weg ab und über das Geröllfeld zwischen Kleiner und Großer Gamswiesenspitze aufwärts zum Einstieg, der sich am Fuße der mittleren der drei markanten Plattenfluchten der Nordostwand befindet (großer Bohrhaken, den man von rechts auf einem Absatz erreicht).
Zustieg von der Karlsbaderhütte: Von der Karlsbader Hütte auf dem markierten Wanderweg in Richtung Kerschbaumer Törl, die Geröllfelder unterhalb der Kerschbaumer Törl Spitze querend bis der Wanderweg steil ins Törl aufwärts führt, hier zweigt rechts vom Wanderweg ein markantes Steiglein ab, das im Geröll unterhalb der Kl. Gamswiesenspitze weiter quert und schließlich im Geröllfeld zwischen Kl. und Gr. Gamswiesenspitze zum Einstieg führt (Einstiegsbeschreibung siehe oben).
Für den Routenverlauf siehe Anstiegsskizze
Abstieg: Vom Ausstiegsstandplatz südseitig 10m abseilen oder abklettern (2) und auf dem luftigen Steiglein (kurze, mit Stahlseil versicherte Felsstufe) hinab ins Kerschbaumer Törl und nordostwärts absteigen zum Zustiegsweg.
Verwendete Führer:
 
Karte:
ÖK 179 Lienz
Tipps:
Eine Nächtigung auf der vorbildlich geführten Karlsbader Hütte!

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