Ziel:
Großer Pleißlingkeil 2501m
Hintere Großwandspitze 2437m
Glöcknerin (Klockerin) 2433m

Gebirgsgruppe:
Radstädter Tauern


Aufstieg zum Vorgipfel des Gr. Pleißlingkeil (li.)   -   Gr. Pleißlingkeil von der Hinteren Großwandspitze (re.)

Charakteristik:
Diese Rundtour im Bereich der Südwiener Hütte zählt sicher zu den reizvollsten Bergwanderungen in den Radstädter Tauern, die in Bezug auf Kondition und Trittsicherheit einige Anforderungen stellt. Überwältigend das Panorama, das weit in die Hohen und Niederen Tauern hineinreicht und auch alle anderen umliegenden Bergregionen (Dachstein, Tennengebirge, Hochkönig & Co.) Gipfel für Gipfel präsentiert. Insgesamt bei guten Bedingungen ein genußvolles, dreifaches Gipfelerlebnis für den erfahrenen und ausdauernden Bergwanderer.

Dauer:
Aufstieg:    4 Std. bis zum Gr. Pleißlingkeil und 1 weitere Std.
                 zur Glöcknerin über die Ht. Großwandspitze
Abstieg:     3-3,5 Std.
Höhendiff.:  1600 Hm (inkl. Gegenanstiege)

Schwierigkeit:
Bergwanderung, stellenweise Trittsicherheit erforderlich, steiles geröllbedecktes Gelände, nur bei sichtigem Wetter empfehlenswert
Talort:
Radstadt (858m)
Stützpunkte:
Südwiener Hütte (1801m), etwa 1,5 Std. ab Gnadenbrücke
Ausgangspunkt:
Vordergnadenalm (1280m), zwischen Unter- und Obertauern - Abzweigung bei der Gnadenbrücke
Tourenverlauf:
Vom Parkplatz nahe der Gnadenbrücke oder bei der Vordergnadenalm auf der Schotterstraße eben durch den ebenen Talboden zur Hintergnadenalm und abwechselnd auf Strasse und markiertem Steig zur Südwiener Hütte (1,5 Std.). Von der Hütte nun in südöstlicher Richtung auf dem markierten Steig in Richtung Gr. Pleißlingkeil: zunächst erreicht man nach einem etwas steileren Anstieg das Plateau nahe der Rasenkuppe des Hengst,  dann führt der Weg in leichtem Auf und Ab an den Fuß des Kleinen Pleißlingkeils heran, dessen geröllbedeckte Nordflanke vom Steig bis in ein Geröllkar gequert wird. Im Kar, bei einer Weggabelung geradeaus weiter in steile Geröllflanke des Gr. Pleißlingkeils (der rechts abzweigende Weg führt auf den Kl. Pleißlingkeil). Der Steig führt durch die Flanke bis zum Nordrücken und über diesem zum Vorgipfel, den Hauptgipfel des Gr. Pleißlinkeil erreicht man über den geröllbedeckten Gipfelgrat in wenigen Minuten (unmarkiert aber deutliche Steigspuren). Vom Vorgipfel führt der markierte Steig über den Ostgrat abermals über Geröll steil hinab und quert schließlich in die Scharte unterhalb der Hinteren Großwandspitze, die man kurz und bündig auf gutem Steig aber unmarkiert erreicht. Vom Gipfel wieder hinunter in Scharte und in der Südflanke der Ht. Großwandspitze über ein Geröllband in den breiten Wiesensattel vor der Glöcknerin, die man aus dem Sattel in wenigen Minuten erreicht. Vom Gipfelkreuz wieder zurück in die Scharte und entlang der Markierungen hinab in das Kar mit dem malerisch gelegenen Wildsee. Die erste Abzweigung in Richtung Südwiener Hütte nahe dem Wildsee bleibt unberücksichtigt, es folgt ein weiterer steiler Abstieg bis kurz vor die von weitem sichtbare Felseralm, hier zweigt links der Hirschwandsteig ab, der nur anfangs kurz bergauf und anschl. fast eben zurück zur Südwiener Hütte führt. Von der Hütte entlang des Anstiegsweges zurück zum Ausgangspunkt.
Verwendete Führer:
Karte:
ÖK 126 - Radstadt und
ÖK 156 - Muhr 
Tipps:
Mit der Südwiener Hütte als Stützpunkt läßt sich in den Radstädter Tauern ein ausgedehntes Wanderwochenende gestalten, so läßt sich diese Tour gut mit der Besteigung der Steinfeldspitze zu einem zweitägien Unternehmen ausfüllen.

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